Islamische Theologie


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Hauptverantwortlicher

Jörg Ballnus, M.A.

900 Jahre al-Ghazali im Spiegel der islamischen Wissenschaften

Tagung 28.-30.10.2011, Osnabrück.

Aus Anlass des 900. Todesjahres eines der einflussreichsten islamischen Gelehrten Abu Hamid Muhammad ibn Muhammad al-Ghazali (1058-1111) veranstaltet das Zentrum für Interkulturelle Islamstudien (ZIIS) an der Universität Osnabrück vom 28. bis 30. Oktober eine Internationale Tagung mit dem Thema »900 Jahre al-Gazali im Spiegel der islamischen Wissenschaften – Perspektiven für eine Islamische Theologie in Deutschland«. Den Eröffnungsvortrag am Freitag, 28. Oktober, hält Prof. Dr. Gholamreza Aavani von der Universität Teheran.

Der aus Persien stammende Abu Hamid al-Ghazali hinterließ grundlegende Werke, deren Bedeutung die heute lebenden Muslime in ihrem Denken und Handeln nicht unbeeinträchtigt lässt. Er gilt als Verteidiger der »islamischen Orthodoxie« zwischen Verfechtern eines eher esoterischen Verständnisses einerseits sowie eines sich starr an Paragraphen und Vorschriften festhaltenden Islam andererseits.

Die Tagung setzt sich einerseits mit dem geistigen Erbe al-Ghazalis auseinander und stellt Bezüge zu ausgewählten theologischen Disziplinen und den dazugehörigen Diskursen wie Kalam, Exegese, Jurisprudenz, Mystik sowie dem Beziehungsgeflecht Wissenschaft – Religion her. Bezogen auf die Lebenswirklichkeit der Muslime in Deutschland kommen namhafte Vertreter der Wissenschaft miteinander ins Gespräch und präsentieren die Ergebnisse ihrer Forschung.

»Al-Ghazali ist der einflussreichste islamische Gelehrte der letzten 1000 Jahre. Wichtig für uns ist vor allem die Herstellung einer Verbindung zum Hier und Jetzt einer muslimischen Gesellschaft, die in der Bundesrepublik eigentlich erst am Anfang ihres geistigen Findungsprozesses steht, einer Gemeinschaft, die Religion gerade erst als spirituellen Aspekt ihres Vorhandenseins in der deutschen Gesellschaft entdeckt, den sie im Austausch mit den anderen religiösen Mitbewerbern im gesellschaftlichen Kontext grundsätzlich auch bereit sein muss, zu teilen«, so Tagungsleiter und ZIIS-Direktor Prof. Dr. Bülent Ucar.

Die Tagung wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), dem Institut für Islamische Studien und Interkulturelle Zusammenarbeit (IFIS&IZ), dem Fachbereich Erziehungs- und Kulturwissenschaften der Universität Osnabrück und der Universitätsgesellschaft Osnabrück gefördert.

 

Berichte:

Tagungsberich aus der Hikma von Prof. Krawietz